Mittwoch, 7. Juli 2010
[Zeugs]
Da kommen dann diese schon von weitem nach Beach und Holiday aussehenden Nichtmehrteenies zum Sport und sie sehen beneidenswert gut aus, rank und schlank, sonnenbebrillt und Chucks-beschuht, blond und braungebrannt und sogar nicht dieses schlaffe Dünne an sich, sondern Ansätze sichtbarer Muskulatur, und dann brechen die nach der dritten Wiederholung quasi in sich zusammen.
Frage mich, welche Motivation sie zum Sport treibt. Der Wunsch nach einer Traumfigur sicher nicht, die haben sie ja schon. Vielleicht noch ein wenig knackiger werden für den Strand? Hmm, vielleicht ein wenig spät dafür. Obwohl, Vorbeugen ist ja auch nicht schlecht.
Ich bilde mir ja ein, daß ich Leuten ansehe, wenn sie 2-3 mal kommen und dann nicht mehr.

Mehr, viel mehr Respekt habe ich da vor den anderen, die wirklich jede Menge Gewicht mit sich herumschleppen und sich bei diesen Temperaturen eisern durchbeißen, schwitzen und arbeiten, denen wird nichts geschenkt. Manchmal möchte ich hingehen und ihnen die Hand schütteln und sagen: Du bist ein Vorbild, nicht die Hühnchen da!

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Festgestellt, daß ich eklatante Merkschwierigkeiten bei der Step-Choreographie habe, wenn der Trainer nicht verbales Cueing einsetzt, sondern nur Handzeichen und Gesten. Gerate dann in den Durchgängen ins Schwimmen, weil ich die Schritte nicht so gut abspeichern kann.
Ohrenmensch.

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Verstehe manche Leute nicht. Sehr starke Diskrepanz zwischen gesprochenem Wort und tatsächlichem Handeln.
Steve hat ja damals immer schon gesagt, nicht drauf hören, was die Leute sagen, immer genau hingucken, was sie tun. Falle trotzdem immer wieder auf das Gelaber rein. Ohrenmensch.
Mittlerweile habe ich aber die Stirn, da den Finger in die Wunde zu legen und nachzufragen.
Macht man sich auch nicht gerade Freunde mit, aber ehrlich gesagt möchte ich mit solchen Leuten auch gar nicht sooo befreundet sein.

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Projekt ist etwas ins Stocken geraten, ich glaube, wir beide sind sehr erschöpft. Meilensteinentscheidung steht an.

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Bin ja ein glühender Anhänger eines gewissen neuseeländischen Gruppenfitnessprogrammanbieters. Leider wird das, was intendiert ist, hierzulande häufig schlecht umgesetzt.
Aber gedanklich für mich verknüpft damit ist Rainas Geschichte. Zufällig aufgegabelter Blog, auf den ich ursprünglich wegen der Posts zu den vierteljährlichen Filmaufnahmen gestoßen bin, dann hängengeblieben.
Das, was sie jetzt gerade aufschreibt, war noch vor zwei Jahren undenkbar, ich finde, sie ist eine Inspiration!



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Dienstag, 6. Juli 2010
[spocht für soziophobe]
Verstehe die Leute nicht, die am liebsten zu zweit oder in Grüppchen laufen und sich währenddessen unterhalten. Oder mit Musik auf dem Ohr.
Ich empfinde das als störend. Ich will meinen eigenen Rhythmus finden, keinen der mich treibt, keinen der mich bremst, keinen, der mich ablenkt von den Eindrücken, die die Umgebung bei mir hinterläßt oder von den Gedanken, die kommen und wieder gehen.

Umso widersprüchlicher meine Liebe zum Step-Aerobic. Morgens schon fetzige und Discorhythmen, komplette Fremdbestimmung in Beschallung und Bewegung, mit anderen in einem Raum.
Aber wenn ich fertig habe, dann kann ich gehen - mal ein paar Worte wechseln, ja, sicherlich, aber einer der Vorteile ist tatsächlich, daß man sich bei der Gruppenfitness tatsächlich nicht in aufgezwungene Gespräche ergeben muß, so wie das beim Tanzen ja gerne öfter der Fall ist.

Darüber nachgedacht, daß ich gerne einen Urlaub mit sportlichem Schwerpunkt machen würde, nein, nicht das übliche Tauchen, Surfen oder so, sondern eben die Sachen, die ich am liebsten mache. Morgens auspowern, dann essen, dann einschlafen, dann lesen, Abends nochmal Progrämmchen, ein wenig Kultur, Essen, schlafen.
Abschreckend bei den Anbietern, die das verkaufen, was ich will ist diese Strahlegrinsegemeinschaft voller cooler Leute, die dann noch zusammen "Party machen" und total gut drauf sind und überhaupt sich wohl ständig auf solchen Veranstaltungen treffen und sich seit Jahren kennen, Namedropping aus der Presenterscene betreiben und so, ok, nein, es muß ja nicht so sein, aber allein der Gedanke....
Dann doch lieber Kurzurlaub im Paradies für Best Ager mit verhaltenem Bewegungsprogramm garantiert ohne Kinder oder so.


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[älter werden]
Vor allem an meinen Händen sehe ich es, die Haut, die nie besonders glatt dort war, deutlich furchig. Auch sonst die nachlassende Elastizität der Haut, diese typischen Knitterfältchen, die sich bilden.
Lachfalten um den Mund, Krähenfüße, Denkerstirn, die unregelmäßige Pigmentierung nach Sonneneinstrahlung, die sich mehr und mehr verfestigenden Rundungen, das sich mit einem Seufzen Fügen in die nächstgrößere Kleidergröße, das Weiße des Augapfels nicht mehr weiß, die sich ansammelnden Zipperlein - früher ging sowas ja von selbst weg - die man irgendwann achselzuckend akzeptiert, die längeren Regenerationsphasen.
Tatsächlich auch mal Schlafstörungen.

Trotzdem häufig dieses Gefühl kindlicher Verlorenheit und Unreife, daß ich noch nicht groß genug bin für dieses anspruchsvolle Leben.



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