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Donnerstag, 28. Oktober 2010
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midori, 12:43h
These A:
Du kannst abnehmen, es ist möglich, Du kannst Deine Traumfigur (oder das, was jahrelange Gehirnwäsche Dir als Deine Traumfigur vorspiegelt) erreichen. Alles, was Du dafür brauchst, ist die richtige Diät, einen langen Atem und Disziplin. Mit diesen Zutaten wirst Du das Gewicht (resp. die Figur) erreichen können, die Du anstrebst. Niedriges Gewicht / niedriges Körperfett = Gesundheit.
These B:
Diäten funktionieren nicht bzw. funktionieren sie nicht auf Dauer. Wer abnimmt, nimmt auf jeden Fall wieder zu, das Gewicht, resp. der Setpoint ist genetisch programmiert, jede Abweichung nach unten beantwortet der Körper mit einem Notfallprogramm, das uns schnell wieder zunehmen läßt. Diäten an sich sind ungesund, es ist besser, sich bewußt und abwechslungsreich zu ernähren und sich regelmäßig zu bewegen. Gesundheit = das Gewicht, für das Du genetisch bestimmt bist.
Für jede der beiden Thesen findet man, wenn man das Internet durchsucht, genügend Belege, wissenschaftliche Aussagen und jede Menge Blabla, will heißen: wer sich für eine These entscheidet, wird mit Sicherheit Seiten finden, die genau die Seite untermauern, der man ohnehin zugeneigt ist.
Wo soll man also anfangen zu suchen, wenn man die Wahrheit wissen will?
Was ich sehe:
Diäten füttern eine ganze Industrie. Ratgeber-Bücher, Zeitschriften, Diätnahrungsmittel, Unternehmen, Ernährungsberater und nicht zu vergessen die Fitnessindustrie, die ganz vorne mit dabei ist mit ihren Schlagwörtern wie Fatburner, Fettverbrennungspuls, Körperfettanteil, aber auch offzielle Stellen, die z.B. den BMI als Kriterium für bzw. gegen Verbeamtung einsetzen.
Und da es keine feststehende Wahrheit gibt, wie man es richtig macht, gibt es Tausende: Low Fat, Low Carb, Logi, Atkins, Schlank im Schlaf, Metabolic Balance, Weight Watchers, Ernährungspyramiden, Kalorienzählen, FDH, Rohkost und und und....
Wenn man anfängt sich damit zu beschäftigen, dem schwindelt es irgendwann.
Dann:
es gibt Körpertypen, habe ich letztens an einem Nachmittag nochmals nachdrücklich erklärt bekommen, dieses Mesomorph-/ Endomorph-/Ektomorph-Ding.
Die Ektomorphen, das sind diese langen, dünnen Spiddel-Leute, die auf den Laufstegen der Welt herumlaufen und für uns alle Vorbild sind, sie prägen seit Jahrzehnten unser Bild für Schönheit (ich nenne das ja Gehirnwäsche). Nur leider, leider leider: Ektomorphe sind prozentual in der Bevölkerung hier gar nicht so häufig vertreten wie auf den Titelblättern der Frauenzeitschriften (ob nun mit oder ohne Models).
Da bin ich also so ein Mischtyp irgendwo zwischen Endo und Meso und soll aber bitteschön in Ekto-Klamotten gut aussehen. Wer weiß, wie viele Teenies darüber schon Tränen weinen, daß ihnen keine Skinny-Jeans paßt. Es ist genauso affig wie Modefarben, denn welche Farbe einem steht ist ja auch abhängig vom Typ und ich sehe in Senfgelb nunmal krank aus, warum soll ich mir dann sowas kaufen?
Dennoch gibt es auch diese Gedanken:
Wenn ich pfundweise Schokolade und Chips in mich hineinstopfe und andere reichhaltige Sachen, dann nehme ich zu. Das ist sichtbar und fühlbar.
Sollte es unmöglich sein, das wieder abzunehmen? Oder reguliert sich das von selbst? (bei mir nicht)
Verschiebt sich der Setpoint mit dem Alter? (glaub schon)
Es gibt noch viel mehr Fragen und auf jede Frage gibt es noch mehr Antworten.
Sollte ich dann nicht lieber aufhören, über dieses Thema nachzudenken?
.
Du kannst abnehmen, es ist möglich, Du kannst Deine Traumfigur (oder das, was jahrelange Gehirnwäsche Dir als Deine Traumfigur vorspiegelt) erreichen. Alles, was Du dafür brauchst, ist die richtige Diät, einen langen Atem und Disziplin. Mit diesen Zutaten wirst Du das Gewicht (resp. die Figur) erreichen können, die Du anstrebst. Niedriges Gewicht / niedriges Körperfett = Gesundheit.
These B:
Diäten funktionieren nicht bzw. funktionieren sie nicht auf Dauer. Wer abnimmt, nimmt auf jeden Fall wieder zu, das Gewicht, resp. der Setpoint ist genetisch programmiert, jede Abweichung nach unten beantwortet der Körper mit einem Notfallprogramm, das uns schnell wieder zunehmen läßt. Diäten an sich sind ungesund, es ist besser, sich bewußt und abwechslungsreich zu ernähren und sich regelmäßig zu bewegen. Gesundheit = das Gewicht, für das Du genetisch bestimmt bist.
Für jede der beiden Thesen findet man, wenn man das Internet durchsucht, genügend Belege, wissenschaftliche Aussagen und jede Menge Blabla, will heißen: wer sich für eine These entscheidet, wird mit Sicherheit Seiten finden, die genau die Seite untermauern, der man ohnehin zugeneigt ist.
Wo soll man also anfangen zu suchen, wenn man die Wahrheit wissen will?
Was ich sehe:
Diäten füttern eine ganze Industrie. Ratgeber-Bücher, Zeitschriften, Diätnahrungsmittel, Unternehmen, Ernährungsberater und nicht zu vergessen die Fitnessindustrie, die ganz vorne mit dabei ist mit ihren Schlagwörtern wie Fatburner, Fettverbrennungspuls, Körperfettanteil, aber auch offzielle Stellen, die z.B. den BMI als Kriterium für bzw. gegen Verbeamtung einsetzen.
Und da es keine feststehende Wahrheit gibt, wie man es richtig macht, gibt es Tausende: Low Fat, Low Carb, Logi, Atkins, Schlank im Schlaf, Metabolic Balance, Weight Watchers, Ernährungspyramiden, Kalorienzählen, FDH, Rohkost und und und....
Wenn man anfängt sich damit zu beschäftigen, dem schwindelt es irgendwann.
Dann:
es gibt Körpertypen, habe ich letztens an einem Nachmittag nochmals nachdrücklich erklärt bekommen, dieses Mesomorph-/ Endomorph-/Ektomorph-Ding.
Die Ektomorphen, das sind diese langen, dünnen Spiddel-Leute, die auf den Laufstegen der Welt herumlaufen und für uns alle Vorbild sind, sie prägen seit Jahrzehnten unser Bild für Schönheit (ich nenne das ja Gehirnwäsche). Nur leider, leider leider: Ektomorphe sind prozentual in der Bevölkerung hier gar nicht so häufig vertreten wie auf den Titelblättern der Frauenzeitschriften (ob nun mit oder ohne Models).
Da bin ich also so ein Mischtyp irgendwo zwischen Endo und Meso und soll aber bitteschön in Ekto-Klamotten gut aussehen. Wer weiß, wie viele Teenies darüber schon Tränen weinen, daß ihnen keine Skinny-Jeans paßt. Es ist genauso affig wie Modefarben, denn welche Farbe einem steht ist ja auch abhängig vom Typ und ich sehe in Senfgelb nunmal krank aus, warum soll ich mir dann sowas kaufen?
Dennoch gibt es auch diese Gedanken:
Wenn ich pfundweise Schokolade und Chips in mich hineinstopfe und andere reichhaltige Sachen, dann nehme ich zu. Das ist sichtbar und fühlbar.
Sollte es unmöglich sein, das wieder abzunehmen? Oder reguliert sich das von selbst? (bei mir nicht)
Verschiebt sich der Setpoint mit dem Alter? (glaub schon)
Es gibt noch viel mehr Fragen und auf jede Frage gibt es noch mehr Antworten.
Sollte ich dann nicht lieber aufhören, über dieses Thema nachzudenken?
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Donnerstag, 21. Oktober 2010
[(kein) Plan]
midori, 19:32h
Heute habe ich einige Seiten Bedrucktes vom PT (personal Trainer) bekommen, darauf Ernährungsdinge, wie ich auf besten Wege zu mehr Leistungsfähigkeit und weniger Fett gelange.
Und eigentlich war das ja auch mein Ziel.
Doch beim Lesen kam's mir dann doch irgendwie hoch: SO kann ich nicht essen. So WILL ich auch gar nicht essen!
Ich bin kein Leistungssportler und auch keine Hochleistungszuchtkuh! Am besten ich überdenke nochmal das ganze Konzept von Sport und Essen und entspanne mich erstmal, Essen ist doch viel mehr als ein funktioneller Baustein auf dem Weg zur körperlichen Höchstleistung, Essen ist Genuß! Essen ist Vielfalt!
Ich plage mich seit langer Zeit mit der Zerrissenheit zwischen lebenslanger Gehirnwäsche und dem Versuch mich selbst zu akzeptieren.
Ich bin nicht dick, nicht in dem Sinne, daß man es mir auf den Kopf zusagen würde, und doch würde ich sagen, habe ich mehr Probleme mit mir und meinem Körper und dem Zwang zur Selbstoptimierung als jeder, der diesen Kampf längst drangegeben hat und damit wahrscheinlich besser lebt.
Vielleicht ist es ja gerade dieses Nah-Dran-Sein, nur noch ein kleines Stück und ein wenig mehr Selbstdisziplin und -Kasteiung und dann, dann hast Du den perfekten Körper und dann wirst Du vielleicht auch glücklich.....
Aber auf einmal der Gedanke: nein, das wird nicht so sein, denn das Glück ist mindestens so vielfältig wie die Möglichkeiten der Eßgenüsse.
Auch das leise, immer lauter werdende, schleichende, schlechte Gewissen, Halbwahrheiten erlegen zu sein und andere belehrt oder auch mit mangelndem Respekt betrachtet zu haben, weil sie dem postulierten Ideal nicht entsprechen und sich nicht mehr schinden.
Und dann Dinge finden, Informationen, eine ganze Welt, die mir bisher verborgen war, eines ihrer Schlüsselwörter: HAES (health at every size).
Gesund leben ist gut, Bewegung ist gut, aber Körper gibt es in jeder Größe und jeder Form, gegen die Gene kannst Du nichts machen und warum sollen "dünne Gene" ein Privileg sein?
Der innere Kampf ist immens, der Zorn auch.
Keine Ahnung, wie es ausgeht.
Vielleicht mit einem Deal?
.
Und eigentlich war das ja auch mein Ziel.
Doch beim Lesen kam's mir dann doch irgendwie hoch: SO kann ich nicht essen. So WILL ich auch gar nicht essen!
Ich bin kein Leistungssportler und auch keine Hochleistungszuchtkuh! Am besten ich überdenke nochmal das ganze Konzept von Sport und Essen und entspanne mich erstmal, Essen ist doch viel mehr als ein funktioneller Baustein auf dem Weg zur körperlichen Höchstleistung, Essen ist Genuß! Essen ist Vielfalt!
Ich plage mich seit langer Zeit mit der Zerrissenheit zwischen lebenslanger Gehirnwäsche und dem Versuch mich selbst zu akzeptieren.
Ich bin nicht dick, nicht in dem Sinne, daß man es mir auf den Kopf zusagen würde, und doch würde ich sagen, habe ich mehr Probleme mit mir und meinem Körper und dem Zwang zur Selbstoptimierung als jeder, der diesen Kampf längst drangegeben hat und damit wahrscheinlich besser lebt.
Vielleicht ist es ja gerade dieses Nah-Dran-Sein, nur noch ein kleines Stück und ein wenig mehr Selbstdisziplin und -Kasteiung und dann, dann hast Du den perfekten Körper und dann wirst Du vielleicht auch glücklich.....
Aber auf einmal der Gedanke: nein, das wird nicht so sein, denn das Glück ist mindestens so vielfältig wie die Möglichkeiten der Eßgenüsse.
Auch das leise, immer lauter werdende, schleichende, schlechte Gewissen, Halbwahrheiten erlegen zu sein und andere belehrt oder auch mit mangelndem Respekt betrachtet zu haben, weil sie dem postulierten Ideal nicht entsprechen und sich nicht mehr schinden.
Und dann Dinge finden, Informationen, eine ganze Welt, die mir bisher verborgen war, eines ihrer Schlüsselwörter: HAES (health at every size).
Gesund leben ist gut, Bewegung ist gut, aber Körper gibt es in jeder Größe und jeder Form, gegen die Gene kannst Du nichts machen und warum sollen "dünne Gene" ein Privileg sein?
Der innere Kampf ist immens, der Zorn auch.
Keine Ahnung, wie es ausgeht.
Vielleicht mit einem Deal?
.
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