Montag, 3. Mai 2010
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Da gibt es diesen Punkt, wenn ich merke, daß ich wahrscheinlich die Beziehung zu einem anderen Menschen falsch eingeschätzt habe, daß das Verhältnis zwischen mir und dem anderen nicht so ist, wie ich es mir vielleicht erwünscht, erträumt oder was auch immer ist. Und dann kommt da immer dieser Punkt, wo ich es unbedingt auf eine gewisse Weise eskalieren muß, sei es durch eine Provokation, einen Test, irgendetwas, wodurch sich letztlich und unausweichlich klären muß oder soll, wie der andere zu mir steht.
Ich mag diese Unsicherheit nicht, die sich im Kontakt mit manchen Menschen ergibt, ich mag dieses verwaschene und vernebelte Gedingse nicht, dieses ausweichende oder halbherzige, das beschwert mich irgendwie. Nein, ich bin keineswegs perfekt, überhaupt nicht und ich bin auch nicht gegen Bekanntschaften, welche einen gewissen Grad an Unverbindlichkeit mit sich bringen, das ist es nicht, ich will eben nur Klarheit, es besser einschätzen können.
Aber wirklich nur das?
Vielleicht kommt dieser Hang zur Provokation auch irgendwie daher, wenn ich enttäuscht bin, weil ich plötzlich fühle, daß ich im Leben des anderen dann doch nicht den Platz ergattern konnte, auf den ich mich vorzuarbeiten erhoffte.
Aber letztlich, wenn ich es ganz objektiv versuche zu betrachten und auch im Gespräch mit dem Liebsten, hat sich immer ergeben: es hätte ohnehin nicht gepaßt.
Am Ende dann trotzdem das Gefühl: traurig, daß ICH so häufig nicht zu passen scheine.



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[Dinge, die ohne Internet nicht funktionieren würden]
Das Internet, hach!
Gestern den Regenradar konsultiert, mich umgezogen, erstaunte Blicke vom Liebsten: "Willst Du JETZT laufen? Es regnet doch wie aus Kübeln!"
Ich so: "Meine Berechnungen haben ergeben, daß es in ca. 15 Minuten aufhört und ich dann eine Stunde laufen kann."
Und so war es auch.
Und besonders schön: es waren so gut wie keine anderen Leute im Naherholungsgebiet unterwegs.
Danke, Internet!



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Montag, 26. April 2010
[think positive]
Ich so: "Die R und der M kommen mit zum Tanz in den Mai. Jetzt hab ich Schiß, daß J&M kommen und rumnerven und daß es superpeinlich wird."

Der Liebste so: "Naja, ist ja jeder für sich selbst verantwortlich, und es könnten außerdem ja auch noch I&R kommen und es wird total nett oder die P's kommen und es wird total nett und H&G kommen und es wird total komisch."

Ich so: "Stimmt. Könnte auch."


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[Formen der Geselligkeit]
Man kann ja die Feinheiten der Verflechtungen zwischen den Personen gar nicht so gut beschreiben, denn mittlerweile scheint es fast, als handele es sich bei so einer Tanzschule um eine billige Vorabendsoap, in die man versehentlich hineingezappt hat.
Wir schauen uns dann manchmal an: Tanzschule wechseln? Bringt höchstwahrscheinlich nichts, denn woanders ist es genauso.

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Am Freitag wieder im Club der Älteren gewesen. Immerhin ein Lob für "floorcraft" erhalten, ansonsten ist der Seniortanzlehrer aber schwer zu ertragen, weil er sein fundiertes Wissen über die Tanzkünste nun auch meint auf alle restlichen Lebensbereiche ausdehnen zu können, was bedeutet, daß er über alles Bescheid weiß und einem das gerne ungefragt, dafür aber ausführlich mitteilt. Dazu gesellt sich natürlich die Eigenschaft, nie an etwas selbst Schuld zu sein, wenn z.B. die Anlage nicht wie gewünscht funktioniert, dann hat das Fräulein Tochter daran irgendetwas verstellt und nicht etwa er den Power-Knopf nicht gefunden, und wenn er versehentlich zwei CD's auf einmal abspielt, dann ist die Musik, die das Fräulein Tochter gekauft hat, untanzbar und die alten Songs sind immer noch die besten.

Derweil ist das Fräulein Tochter auf anderen Ebenen Spitzenreiter. Natürlich hat sie es stets am allerschwersten von allen. Das ist in den Momenten sehr schwierig, wenn sie mit ihrer langjährigen Freundin zusammentrifft, die es auch immer am allerschwersten von allen hat. Man stelle sich dieses Konkurrenzklagen einmal vor, nach welchem dann, später, unabhängig voneinander, übereinander hergezogen wird, wie selbstsüchtig die andere Freundin doch ist. Dazu gesellen sich dann Geschichten aus der Vergangenheit, die man, bei näherer Analyse, auf jeden Fall in das Reich poetischer Ausschmückungen zuordnen muß und wahrscheinlich hat sich das eine oder andere mal so zugetragen, aber eben nicht so recht dramatisch, wie das Fräulein es einen dann glauben lassen möchte.

Mit einem älteren Paar zum Üben einen Saal gemietet. Nach 45 Minuten kurze Trinkpause, in der der Mann das Wort ergreift, um uns einen langen Vortrag darüber zu halten, daß er ja quasi schonmal alles getanzt hätte und auch total gut, aber aus nicht näher beschriebenen Gründen dann unterbrechen mußte, weshalb das jetzt nicht mehr so gut liefe; dann aber uns neben anderen noch darauf ansprechen, ob wir denn jetzt auf Meisterschaften aus seien. WTF?
Ganz gegen die Erwartung findet der Typ kein Ende und verquatscht die letzten 15 Minuten gemieteter Saal komplett.

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Man stelle sich einen überfüllten Vorraum vor, die Leute scharren mit den Füßen, wollen endlich ihre überschüssige Energie loswerden, da kommt die X zu mir und fragt mich, wie es denn so wäre, man hat sich ja schon länger nicht mehr gesehen. Ich bleibe unbestimmt, ich meine, wer breitet schon gerne sein Leben vor versammelter Mannschaft aus, aber auf die Gegenfrage antwortet die X in einer Detailtiefe, die schon unangenehm und aufdringlich zu nennen ist, aus ihrem eigenen Leben und natürlich in einer Lautstärke, fragen Sie nicht.
Eigentlich nur logische Konsequenz, daß solche Leute die Inkompatibilität zwischen sich selbst und meiner Person nicht bemerken.

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In einem Anfängerkurs hospitiert, zwei Rudel, ein paar Versprengte. Der Anführer des einen Rudels, einer mit sehr großen Oberarmen, macht sich lautstark dafür stark, daß doch bitte deutsche Schlager gespielt werden sollen und wenn man sowas nicht habe, er brächte dann beim nächsten Mal eine CD mit. Der Azubi innerlich mit mir zusammen am Wettkotzen.

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Der anhängliche Typ von diesem älteren Ehepaar kommt auch ungefragt mit immer mehr Details aus seinem Leben um die Ecke. Was soll man da machen?
Der Liebste hat mir nun auch offiziell verboten, irgendwem zu sagen, wo er sich gerade beruflich aufhält, ich solle nun lediglich sagen, er sei "weg", weil da unlängst einer quer durch den Raum gerufen hat, wie es denn in der Hauptstadt gewesen sei und damit eine Art der Vertrautheit suggeriert, die definitiv nicht besteht.

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tbc


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