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Montag, 8. März 2010
[anhänglich]
midori, 16:45h
Beim Tanzen so Wiedereinsteiger kennengelernt, die nach 30 Jahren mit dem Tanzen halt wieder angefangen haben, die Kinder aus dem Haus und so.
Ist schon interessant, daß Leute mit Kindern keine Zeit für sowas mehr haben und daß die Kinder noch so lange so viel Zeit beanspruchen, naja, die Prioritäten verschieben sich wohl und dann irgendwann sitzt man auf dem Sofa und langweilt sich oder man stellt fest, daß das mit dem Sitzen nicht mehr so gut geht, weil der Bauch im Weg ist und bevor man auf einen Liegesessel umsattelt, geht man dann doch wieder zum Tanzen.
Jedenfalls, der Altersunterschied ist nicht wegzuleugnen und eigentlich war da ja auch diese angenehme Zurückhaltung, die da ist, wenn man sich nicht kennt, aber dann trifft der Liebste an einem fernen Bahnhof den Mann auf dem Bahnsteig und seitdem: Klette!
So nach dem Motto: Wir beiden (wichtigen) beruflich Fernreisenden.
Jetzt hat es sich so ergeben, daß wir gestern auf einem Tag der offenen Tür bei der Konkurrenz war, man wollte das Parkett mal testen, aber es war zu voll und das andere Paar kam mit einem dritten Paar, die gingen aber gleich wiede rund das Paar mit dem Klett-Mann blieb aber, etwas unschlüssig, und wir sagten, naja, dann fahren wir halt in die Nachbarstadt, zur anderen Konkurrenz und da sagten sie, ja, also, das täten sie ja auch gerne mal angucken und nahmen uns im Auto mit.
Und wie es so kommt, ein wenig Smalltalk, aber der Liebste wie stets sehr zurückhaltend damit, was er beruflich so macht, der ist ja da fast so, als würde er beim Geheimdienst arbeiten, ich habe das ja auch erst spät begriffen, was er so macht.
Heute dann den Klett-Mann gegoogelt und Mittags dem Liebsten am Telefon gesagt, er habe gut daran getan, nichts zu sagen, der Klett-Mann ist sozusagen in der gleichen Branche tätig, also fachlich schon etwas anderes, aber es gibt da Berührungspunkte und wenn der das rauskriegt, dann will der bestimmt bei uns einziehen.
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Ist schon interessant, daß Leute mit Kindern keine Zeit für sowas mehr haben und daß die Kinder noch so lange so viel Zeit beanspruchen, naja, die Prioritäten verschieben sich wohl und dann irgendwann sitzt man auf dem Sofa und langweilt sich oder man stellt fest, daß das mit dem Sitzen nicht mehr so gut geht, weil der Bauch im Weg ist und bevor man auf einen Liegesessel umsattelt, geht man dann doch wieder zum Tanzen.
Jedenfalls, der Altersunterschied ist nicht wegzuleugnen und eigentlich war da ja auch diese angenehme Zurückhaltung, die da ist, wenn man sich nicht kennt, aber dann trifft der Liebste an einem fernen Bahnhof den Mann auf dem Bahnsteig und seitdem: Klette!
So nach dem Motto: Wir beiden (wichtigen) beruflich Fernreisenden.
Jetzt hat es sich so ergeben, daß wir gestern auf einem Tag der offenen Tür bei der Konkurrenz war, man wollte das Parkett mal testen, aber es war zu voll und das andere Paar kam mit einem dritten Paar, die gingen aber gleich wiede rund das Paar mit dem Klett-Mann blieb aber, etwas unschlüssig, und wir sagten, naja, dann fahren wir halt in die Nachbarstadt, zur anderen Konkurrenz und da sagten sie, ja, also, das täten sie ja auch gerne mal angucken und nahmen uns im Auto mit.
Und wie es so kommt, ein wenig Smalltalk, aber der Liebste wie stets sehr zurückhaltend damit, was er beruflich so macht, der ist ja da fast so, als würde er beim Geheimdienst arbeiten, ich habe das ja auch erst spät begriffen, was er so macht.
Heute dann den Klett-Mann gegoogelt und Mittags dem Liebsten am Telefon gesagt, er habe gut daran getan, nichts zu sagen, der Klett-Mann ist sozusagen in der gleichen Branche tätig, also fachlich schon etwas anderes, aber es gibt da Berührungspunkte und wenn der das rauskriegt, dann will der bestimmt bei uns einziehen.
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[begrabene Träume]
midori, 15:51h
Jahrelang verschiebt man die Dinge, weil ja noch Zeit ist. Es drängt ja nicht, es gibt keinen Grund, die Dinge anzugehen. Und manchmal bräuchte es für den Start zur Verwirklichung eines Traums ja auch die eine oder andere Zutat, die man nicht selbst und eben nicht alleine beisteuern kann, manchmal, da lassen sich Träume eben nur verwirklichen, wenn man einen zweiten Ruderer mit im Boot hat.
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Warum ist W. denn nun nicht mit Dir zusammengezogen, frage ich sie ganz direkt und sie eiert ein wenig herum, vielleicht, weil sie es nicht wirklich weiß, denn er hat sich selbst auch gar nicht so klar artikuliert, schwammige Ausreden und vorgeschobene Argumente, Unterhaltszahlungen für die Tochter, der Unfall, die restless legs, das jahrelange Alleinewohnen und die Schrullen, mit denen das einhergeht, das Mißtrauen, das immer noch da ist, wegen der schlechten Erfahrungen aus seiner Ehe.
Zehn Jahre sind sie nun zusammen, haben einige Krisen durchgestanden, durch dick und dünn sozusagen und dann, dann ist man in einem Alter, wo man sich eben nicht mehr so leicht tut mit der Veränderung, mit einem Umzug, wo man vielleicht sagt, wenn ich jetzt umziehe, dann will ich da auch länger bleiben und nicht bloß zwei Jahre, also investiere ich da auch etwas mehr Geld, damit ich's dann auch auf längere Zeit schön habe und wenn man diese Entscheidung trifft, dann ist damit auch die andere Entscheidung abschlägig beschieden, dann kann man nicht nach zwei Jahren vielleicht sagen, ok, nee, wir machen es jetzt doch anders und ziehen doch zusammen, denn dann ist kein Geld mehr da, jedenfalls nicht in der Menge und die Kräfte und Nerven vielleicht ja auch nicht.
Und vor allem dieser Stachel der Enttäuschung, jetzt abgelehnt worden zu sein und zu wissen, daß diese Entscheidung jetzt auf längere Sicht, wenn nicht gar für immer getroffen wurde.
Plötzlich schießen ihr die Tränen in die Augen und in ihrer burschikosen Art sagt sie eben nicht, wie traurig sie das macht und wie verletzt sie deswegen ist, sondern "Du merkst ja, wie mich das anpißt", sagt sie und wischt sich trotzig die Tränen weg, schluckt alles runter und höhnt noch, ja, vor kurzem seien sie noch irgendwo unterwegs gewesen, ländlich und da habe er gesagt, "Ach, hier kann man ja auch gut wohnen".
Ein wenig kann ich es verstehen, es ist dieser symbolische Akt, der die Beziehung besiegelt oder eben auch nicht, das Sich-Bekennen, oder eben auch nicht.
Ich mag auch nicht über das Heiraten reden oder über Kinder, das Thema hat sich ohnehin erledigt. Und damals, da hätte man ja sagen können, ok, wir beide hauen ein paar Jahre richtig rein und leben sparsam und dann können wir vielleicht etwas kaufen oder etwas bauen, aber stattdessen Mietwohnung bei krankhaft verspießten Leuten.
Über die letzten 15 Jahre habe ich auch so manchen Traum begraben und so manche Kränkung eingesteckt.
Vielleicht heiraten wir ja doch mal, wer weiß, und was die Zukunft bringt, weiß keiner.
Und Träume kann ich ja trotzdem weiterhin haben.
Nur andere.
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Warum ist W. denn nun nicht mit Dir zusammengezogen, frage ich sie ganz direkt und sie eiert ein wenig herum, vielleicht, weil sie es nicht wirklich weiß, denn er hat sich selbst auch gar nicht so klar artikuliert, schwammige Ausreden und vorgeschobene Argumente, Unterhaltszahlungen für die Tochter, der Unfall, die restless legs, das jahrelange Alleinewohnen und die Schrullen, mit denen das einhergeht, das Mißtrauen, das immer noch da ist, wegen der schlechten Erfahrungen aus seiner Ehe.
Zehn Jahre sind sie nun zusammen, haben einige Krisen durchgestanden, durch dick und dünn sozusagen und dann, dann ist man in einem Alter, wo man sich eben nicht mehr so leicht tut mit der Veränderung, mit einem Umzug, wo man vielleicht sagt, wenn ich jetzt umziehe, dann will ich da auch länger bleiben und nicht bloß zwei Jahre, also investiere ich da auch etwas mehr Geld, damit ich's dann auch auf längere Zeit schön habe und wenn man diese Entscheidung trifft, dann ist damit auch die andere Entscheidung abschlägig beschieden, dann kann man nicht nach zwei Jahren vielleicht sagen, ok, nee, wir machen es jetzt doch anders und ziehen doch zusammen, denn dann ist kein Geld mehr da, jedenfalls nicht in der Menge und die Kräfte und Nerven vielleicht ja auch nicht.
Und vor allem dieser Stachel der Enttäuschung, jetzt abgelehnt worden zu sein und zu wissen, daß diese Entscheidung jetzt auf längere Sicht, wenn nicht gar für immer getroffen wurde.
Plötzlich schießen ihr die Tränen in die Augen und in ihrer burschikosen Art sagt sie eben nicht, wie traurig sie das macht und wie verletzt sie deswegen ist, sondern "Du merkst ja, wie mich das anpißt", sagt sie und wischt sich trotzig die Tränen weg, schluckt alles runter und höhnt noch, ja, vor kurzem seien sie noch irgendwo unterwegs gewesen, ländlich und da habe er gesagt, "Ach, hier kann man ja auch gut wohnen".
Ein wenig kann ich es verstehen, es ist dieser symbolische Akt, der die Beziehung besiegelt oder eben auch nicht, das Sich-Bekennen, oder eben auch nicht.
Ich mag auch nicht über das Heiraten reden oder über Kinder, das Thema hat sich ohnehin erledigt. Und damals, da hätte man ja sagen können, ok, wir beide hauen ein paar Jahre richtig rein und leben sparsam und dann können wir vielleicht etwas kaufen oder etwas bauen, aber stattdessen Mietwohnung bei krankhaft verspießten Leuten.
Über die letzten 15 Jahre habe ich auch so manchen Traum begraben und so manche Kränkung eingesteckt.
Vielleicht heiraten wir ja doch mal, wer weiß, und was die Zukunft bringt, weiß keiner.
Und Träume kann ich ja trotzdem weiterhin haben.
Nur andere.
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Donnerstag, 4. März 2010
[seltsamer Vermieter]
midori, 11:41h
Gestern den Nachbarn unter mir kurz gesprochen, damit er den Mädels, die bei uns die Treppe putzen, ihr Geld geben kann. Denn die Putzmädels sind die Töchter der Nachbarin und Mitvermieterin und Hausverwalterin in Personalunion, die außerdem seine Liebste ist.
Angelegentlich dessen berichtete der Nachbar, daß der im Erdgeschoß wohnende Mitvermieter, aka Hausfürst, in der Straße verbreitet habe, daß im Haus ja bald eine Wohnung frei würde, weil der Nachbar ausziehe. Schon ein starkes Stück, denn der Nachbar zieht nicht aus, hat weder gekündigt noch ist er gekündigt worden und diese Lüge nährt sich allein aus der Abneigung des im Hause wohnenden Mitvermieters gegen den Nachbarn, der sich doch tatsächlich erdreistete, eine eigene Meinung zu haben und gegen unsinnige Anordnungen des Hausfürsten zu rebellieren.
Überhaupt erzählt der Hausfürst auch gerne in der Straße, daß das Haus ganz allein ihm gehöre und er dort schalten und walten könne, wie er wolle, ganz ungeachtet der Tatsache, daß es noch so etwas wie Mietrecht gibt und daß er lediglich die ideelle Hälfte des Hauses sein eigen nennen kann, denn die andere Hälfte gehört eben dieser Nachbarin und deren Schwester. Aber das wissen ja die Leute in der Straße nicht, genauso wenig wie die wissen, daß der Nachbar eben nicht auszieht.
Der Liebste hat vorgeschlagen, der Nachbar solle doch die Gardinen abnehmen, denn daraus würde dann resultieren, daß beim Mitvermieter im Erdgeschoß dann kontinuierlich Leute klingeln würde, die vielleicht Interesse an der Wohnung haben. Eine nette Idee, wie ich finde.
Generell kann man ja schon sagen, daß es im Haus zwei Klassen von Bewohnern gibt, die Hausfürsten (EG) und deren Nachkomme (DG) und die notgedrungen geduldeten Paria aka wir und der Nachbar.
Während wir ja nun keine Schuhe im Treppenhaus stehenlassen durften, dürfen die Hausfürsten nach Belieben zum Beispiel das Treppenhaus mit dem Duft frisch bereiteter Speisen über Tage versüßen (Fisch, Hausmannskost), ohne hierfür eine scharfe Rüge erwarten zu müssen, und das, obwohl sie über a) Dunstabzugshaube b) Küchentür und c) Terassentür von der Küche nach draußen verfügen.
Desweiteren haben die Hausfürsten ihren Warmwasserbereiter für die Küche im Waschkeller installiert und sehr interessant: es gibt da so eine Art Überlaufrohr, welches regelmäßig kleinere Mengen Wasser absondert, das auf den Boden der Waschküche fließt, genau an dem Betonsockel, auf welchem die Waschmaschinen vom Nachbarn und von uns stehen und irgendwie auch so, daß ich beim Wäschebe- und -entladen immer in diese Pfütze zu treten gezwungen war; war, weil wir die Waschmaschine nun umgestellt haben. Tja, und der Betonsockel zeigt nun schon einen Riß durch die kontinuierliche Feuchtigkeit.
Interessantes Gedankenszenario, wenn man sich vorstellt, einer von uns wäre Verursacher so einer Pfütze oder tagelangen Fischgeruchs....
Gibt es irgendwo Fischgeruchskonzentrat?
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Angelegentlich dessen berichtete der Nachbar, daß der im Erdgeschoß wohnende Mitvermieter, aka Hausfürst, in der Straße verbreitet habe, daß im Haus ja bald eine Wohnung frei würde, weil der Nachbar ausziehe. Schon ein starkes Stück, denn der Nachbar zieht nicht aus, hat weder gekündigt noch ist er gekündigt worden und diese Lüge nährt sich allein aus der Abneigung des im Hause wohnenden Mitvermieters gegen den Nachbarn, der sich doch tatsächlich erdreistete, eine eigene Meinung zu haben und gegen unsinnige Anordnungen des Hausfürsten zu rebellieren.
Überhaupt erzählt der Hausfürst auch gerne in der Straße, daß das Haus ganz allein ihm gehöre und er dort schalten und walten könne, wie er wolle, ganz ungeachtet der Tatsache, daß es noch so etwas wie Mietrecht gibt und daß er lediglich die ideelle Hälfte des Hauses sein eigen nennen kann, denn die andere Hälfte gehört eben dieser Nachbarin und deren Schwester. Aber das wissen ja die Leute in der Straße nicht, genauso wenig wie die wissen, daß der Nachbar eben nicht auszieht.
Der Liebste hat vorgeschlagen, der Nachbar solle doch die Gardinen abnehmen, denn daraus würde dann resultieren, daß beim Mitvermieter im Erdgeschoß dann kontinuierlich Leute klingeln würde, die vielleicht Interesse an der Wohnung haben. Eine nette Idee, wie ich finde.
Generell kann man ja schon sagen, daß es im Haus zwei Klassen von Bewohnern gibt, die Hausfürsten (EG) und deren Nachkomme (DG) und die notgedrungen geduldeten Paria aka wir und der Nachbar.
Während wir ja nun keine Schuhe im Treppenhaus stehenlassen durften, dürfen die Hausfürsten nach Belieben zum Beispiel das Treppenhaus mit dem Duft frisch bereiteter Speisen über Tage versüßen (Fisch, Hausmannskost), ohne hierfür eine scharfe Rüge erwarten zu müssen, und das, obwohl sie über a) Dunstabzugshaube b) Küchentür und c) Terassentür von der Küche nach draußen verfügen.
Desweiteren haben die Hausfürsten ihren Warmwasserbereiter für die Küche im Waschkeller installiert und sehr interessant: es gibt da so eine Art Überlaufrohr, welches regelmäßig kleinere Mengen Wasser absondert, das auf den Boden der Waschküche fließt, genau an dem Betonsockel, auf welchem die Waschmaschinen vom Nachbarn und von uns stehen und irgendwie auch so, daß ich beim Wäschebe- und -entladen immer in diese Pfütze zu treten gezwungen war; war, weil wir die Waschmaschine nun umgestellt haben. Tja, und der Betonsockel zeigt nun schon einen Riß durch die kontinuierliche Feuchtigkeit.
Interessantes Gedankenszenario, wenn man sich vorstellt, einer von uns wäre Verursacher so einer Pfütze oder tagelangen Fischgeruchs....
Gibt es irgendwo Fischgeruchskonzentrat?
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