Dienstag, 23. März 2010
[Träumschäum]
In letzter Zeit gehäuft schlimme Träume.
Diese Nacht fährt ein rücksichtsloser Autofahrer in einem Gebäudeinnenhof unter einem hierfür zu niedrigen Gerüst mit Karacho durch, das Gerüst stürzt, Einzelteile fliegen, verletzen fast den Liebsten, der sich gerade noch durch die Tür retten kann, durch die wir gerade im Begriff waren nach außen zu treten.
Dann Betrachten des Schadens, wir wollen die Polizei rufen, aber plötzlich wird der Liebste schon verhaftet, in Handschellen gelegt, ist ständig irgendwo festgekettet, am Hoftor, an einem Riesensofa, dann wieder nur frei mit der Handschelle am Gelenk.
Ich derweil panisch versuchend, Herrn Udo Vetter zu erreichen, wobei der Liebste meint, das sei doch unnötig und er würde seinen Notar anrufen, aber ich hysterisch kreischend versuche ihn vom Gegenteil zu überzeugen.

Irgendwann wach, weil Seniorkatze in der Küche in den Joghurtbechern* rührt. Schleppe mich zum Bett des Liebsten, der liegt da, friedlich, ohne Handschellen, weiß von gar nichts. Erleichtert.



*Die Joghurtbecher sind in einem kleinen Brett eingelassen, das an den Seiten auf zwei Füßen steht, alles in Katzenhöhe. Ich befülle sie mit Trockenfutter, damit Seniorkatz nicht bloß ihren Kopf in den Napf zu halten braucht, sondern sich das Futter aus den Bechern angeln muß

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Montag, 22. März 2010
[Pfffffft]
Am Morgen auf dem Weg von der Bahn zum Büro eine Kollegin getroffen.
Ich erstaunt, frage, sie führe doch normalerweise nicht mit der Bahn.
Nein, sagt sie, Führerschein weg, zu schnell gefahren.
Aha.
Dann ein wenig Lamentieren über die Unbequemlichkeit des Arbeitsweges, die ihr nun für einen Monat bevorstehen und dabei stehen wohlgemerkt die Dinge nicht im Vordergrund, die mich am Bahnfahren am meisten nerven: andere Leute, laute Leute, stinkende Leute, hektische Leute, im Weg stehende Leute, Verspätungen, überhaupt olfaktorische Belästigungen, akustische Belästigungen, Infektionsrisiko, das Unvermögen, das Raumklima zu beeinflussen.
Nein, sie sagt tatsächlich: es wären ja schon alleine 10 Minuten, die sie zu Fuß zum Bahnhof laufen müsse.
Ich, freundlich lachend: Na, das ist aber richtig weit....
Pfffffffffffffft.

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Termin mit dem letzten hilfsbereiten und freundlichen Mitarbeiter des IT-Dienstleisters wegen eines Features, das wir gekauft haben, d.h. sie haben es nach unseren Wünschen angefertigt. Nachdem wir auch mit der zweiten Dokumentation inklusive vieler Screenshots nicht in der Lage waren, das System anzuwenden, nun dieser Termin.
Der Herr ist nicht vorbereitet, es stellt sich heraus, daß wesentliche Inhalte in der Anleitung fehlten sowie auch Details, die wir nicht wissen konnten, vorausgesetzt wurden und dann auch noch Sprachkonflikte bzw. Übersetzungsschwierigkeiten auftraten.

Gewissensfrage: Jetzt immer noch freundlich bleiben, alles herunterschlucken, sozusagen ganz professionell, oder dem Typen einfach mal Gegenwind geben, dann aber mit der Gefahr, daß wir mit diesem unbrauchbaren Zeug, das ziemlich teuer war, sitzenbleiben, ohne Eskalationsmöglichkeit oder etwas Ähnlichem.

Wir sind freundlich geblieben, ich allerdings immer hinter dem Rücken des Herrn immer in Richtung TL Augen verdreht


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