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Mittwoch, 27. Januar 2010
[Tücken der Kommunikation]
midori, 15:37h
Szenario:
Ich bekam zur Konfirmation, die nun gute und gerne 25 Jahre zurückliegt, von einer meiner ungeliebten Patentanten eine Perlenkette.
Diese Perlenkette war so abgrundtief häßlich, daß ich sie nie getragen habe. Ja, man kann mit Perlen eine Menge Unsinn machen, in der Tat.
Jedenfalls hatte ich mir jetzt einige Male erfolglos vom Liebsten gewünscht, daß diese Perlenkette neu aufgezogen würde, damit sie tragbar sei. Nachdem mein Wunsch nicht erhört wurde, wandte ich mich mit dem Wunsch an meiner Mutter. Mutter nimmt das in die Hand, die Hat Zeit und noch drei andere Perlenketten, die in die Reparatur müssen, das kann man dann in einem Abwasch erledigen.
Kleine Erweiterung des Wunsches war: sollte die Menge der Perlen es zulassen, so wäre ich nicht abgeneigt, zu der Kette passende Ohrstecker anfertigen zu lassen, sofern dies das Budget zuläßt und bereits fertige Perlenstecker nicht günstiger zu haben sind, wobei man ja berücksichtigen muß, daß bereits aufgezogene Perlen ein durchgehendes Loch haben, welches zu sehen sein würde bzw. mit einem silbernen Verschluß versehen werden müßte bzw. unsichtbar verschlossen werden müßte = Aufwand = muß ja auch einer bezahlen.
Soweit also meine Überlegungen.
Nach Versand der Kette an Frau Mutter dann folgende Besprechung am Telefon.
Ob ich denn die Kette geknotet oder nicht geknotet haben wolle.
Ich natürlich keinerlei Ahnung von der Materie, frage, was der Vorteil des einen oder anderen sei, ob es da Preis- oder Designunterschiede gebe.
Naja, der Vorteil sei bei geknoteter Kette, daß, wenn diese reiße, nur eine Perle herunterfiele, bei nichtgeknoteter Kette würden alle Perlen herunterfallen. Spricht also für die geknotete Version, was ich dann auch sage.
Ja, ok.
Tags darauf dann Anruf von Mutter, ja, ich solle doch lieber die geknotete Kette nehmen.
Ich so: ????
Ok, zugegeben, meine Antwort fiel unwirsch und verärgert aus, aber ich bin halt auch nicht immer für solche Späße zu haben.
Einige Tage später ein Anruf auf meiner Mailbox, ich solle Mutter doch ganz dringend am darauffolgenden Morgen anrufen. Wegen der Perlenkette.
Das finde ich schonmal eine Anmaßung, denn was gibt es da zu besprechen, das ist doch alles geklärt und morgens bin ich immer spät dran und in Eile und unkonzentriert.
Da ich also nicht anrufe, ruft sie also an und fragt mich dann nach der gewünschten Länge.
Ich, gerade kein Maßband dabei: ?????
Naja, normale Länge halt! Kein Würgehalsband, aber auch nicht bis in die Dekollete-Ritze, für mehr reicht es eh nicht.
Ja, also, die Juwelierin hätte 43 cm ausgerechnet... sagt Mutter.
Und ich so: ja, äh, dann ist doch gut, oder?
Ok.
Ich denke also: alles ist geregelt.
Dann heute der nächste Anruf: Ja, man könnte doch noch ein paar Perlenstecker anfertigen lassen....
Ich so: Hmpf.
.
Ich bekam zur Konfirmation, die nun gute und gerne 25 Jahre zurückliegt, von einer meiner ungeliebten Patentanten eine Perlenkette.
Diese Perlenkette war so abgrundtief häßlich, daß ich sie nie getragen habe. Ja, man kann mit Perlen eine Menge Unsinn machen, in der Tat.
Jedenfalls hatte ich mir jetzt einige Male erfolglos vom Liebsten gewünscht, daß diese Perlenkette neu aufgezogen würde, damit sie tragbar sei. Nachdem mein Wunsch nicht erhört wurde, wandte ich mich mit dem Wunsch an meiner Mutter. Mutter nimmt das in die Hand, die Hat Zeit und noch drei andere Perlenketten, die in die Reparatur müssen, das kann man dann in einem Abwasch erledigen.
Kleine Erweiterung des Wunsches war: sollte die Menge der Perlen es zulassen, so wäre ich nicht abgeneigt, zu der Kette passende Ohrstecker anfertigen zu lassen, sofern dies das Budget zuläßt und bereits fertige Perlenstecker nicht günstiger zu haben sind, wobei man ja berücksichtigen muß, daß bereits aufgezogene Perlen ein durchgehendes Loch haben, welches zu sehen sein würde bzw. mit einem silbernen Verschluß versehen werden müßte bzw. unsichtbar verschlossen werden müßte = Aufwand = muß ja auch einer bezahlen.
Soweit also meine Überlegungen.
Nach Versand der Kette an Frau Mutter dann folgende Besprechung am Telefon.
Ob ich denn die Kette geknotet oder nicht geknotet haben wolle.
Ich natürlich keinerlei Ahnung von der Materie, frage, was der Vorteil des einen oder anderen sei, ob es da Preis- oder Designunterschiede gebe.
Naja, der Vorteil sei bei geknoteter Kette, daß, wenn diese reiße, nur eine Perle herunterfiele, bei nichtgeknoteter Kette würden alle Perlen herunterfallen. Spricht also für die geknotete Version, was ich dann auch sage.
Ja, ok.
Tags darauf dann Anruf von Mutter, ja, ich solle doch lieber die geknotete Kette nehmen.
Ich so: ????
Ok, zugegeben, meine Antwort fiel unwirsch und verärgert aus, aber ich bin halt auch nicht immer für solche Späße zu haben.
Einige Tage später ein Anruf auf meiner Mailbox, ich solle Mutter doch ganz dringend am darauffolgenden Morgen anrufen. Wegen der Perlenkette.
Das finde ich schonmal eine Anmaßung, denn was gibt es da zu besprechen, das ist doch alles geklärt und morgens bin ich immer spät dran und in Eile und unkonzentriert.
Da ich also nicht anrufe, ruft sie also an und fragt mich dann nach der gewünschten Länge.
Ich, gerade kein Maßband dabei: ?????
Naja, normale Länge halt! Kein Würgehalsband, aber auch nicht bis in die Dekollete-Ritze, für mehr reicht es eh nicht.
Ja, also, die Juwelierin hätte 43 cm ausgerechnet... sagt Mutter.
Und ich so: ja, äh, dann ist doch gut, oder?
Ok.
Ich denke also: alles ist geregelt.
Dann heute der nächste Anruf: Ja, man könnte doch noch ein paar Perlenstecker anfertigen lassen....
Ich so: Hmpf.
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Dienstag, 26. Januar 2010
[Liebe Packstation...]
midori, 17:10h
Ich bin seit geraumer Zeit Kunde bei der Packstation.
Und das hat einen bestimmten Grund: ich bin berufstätig und tagsüber nicht zu Hause, wenn ich Feierabend habe und dann Zeit hätte, in der Postfiliale meine Post abzuholen, hat diese leider bereits geschlossen. Also bleibt mir nur der Samstag (und seit neuestem der Freitag) um meine Post in der Filiale abzuholen.
Da bist Du viel praktischer, denn Du stehst direkt am Bahnhof, an dem ich jeden Tag morgens in den Zug ein- und abends wieder aus dem Zug aussteige; wenn also etwas in Dir liegt, kann ich es direkt mitnehmen.
Super Sache.
Nicht so super ist, daß Du an einer dunklen Ecke hinter dem Bahnhof stehst, wo ständig irgendwelche Männer hinurinieren, die offenbar unter Blasenschwäche gepaart mit Kleingeldmangel für das Bahnhofsklo leiden.
Jetzt im Winter bei Minusgraden ist das nicht so schlimm, aber sobald der Frost nachläßt, muß ich Dich immer mit angehaltener Luft aufsuchen und beim notgedrungenen Atmen (so schnell geht es denn ja doch nicht bzw. so weltrekordverdächtig sind meine Leistungen noch nicht) stecke ich die Nase in die Armbeuge, oder was auch immer sich gerade anbietet, um den Jauchegeruch zu mildern.
Das nehme ich aber alles in Kauf.
Aber jetzt das!
Ok, Weihnachten, das kann ich ja noch verstehen, da ist viel los, Pakete und so, da wurde dann schonmal das eine oder andere Paket umgeleitet: in die Filiale! Du warst voll mit fremden Paketen von anderen Leuten!
Ich muß also wieder bis zum Wochenende warten und darf mich dann in lange Warteschlangen einreihen. Gebongt. Weihnachten. Ist schon ok.
Aber heute, heute ist es wieder passiert und ehrlich, liebe Packstation, ich habe dafür keinerlei Verständnis!
Ein anderer Transportdienstleister bietet z.B: die Option, daß die Sendung dann an eine andere Adresse zugestellt werden kann. Klappt auch. Habe ich schon durch. Und war direkt am nächsten Tag bei mir im Büro. Aber Packstation: yok. Nichts. Keine Antwortmöglichkeit, keine Umleitung, nix. Gehstu Filiale oder nix Paket.
Nee, nee, liebe Packstation, so wird das nichts mit uns beiden! Wenn das nochmal vorkommt, laß ich mich scheiden!
Hochachtungsvoll, M.
Und das hat einen bestimmten Grund: ich bin berufstätig und tagsüber nicht zu Hause, wenn ich Feierabend habe und dann Zeit hätte, in der Postfiliale meine Post abzuholen, hat diese leider bereits geschlossen. Also bleibt mir nur der Samstag (und seit neuestem der Freitag) um meine Post in der Filiale abzuholen.
Da bist Du viel praktischer, denn Du stehst direkt am Bahnhof, an dem ich jeden Tag morgens in den Zug ein- und abends wieder aus dem Zug aussteige; wenn also etwas in Dir liegt, kann ich es direkt mitnehmen.
Super Sache.
Nicht so super ist, daß Du an einer dunklen Ecke hinter dem Bahnhof stehst, wo ständig irgendwelche Männer hinurinieren, die offenbar unter Blasenschwäche gepaart mit Kleingeldmangel für das Bahnhofsklo leiden.
Jetzt im Winter bei Minusgraden ist das nicht so schlimm, aber sobald der Frost nachläßt, muß ich Dich immer mit angehaltener Luft aufsuchen und beim notgedrungenen Atmen (so schnell geht es denn ja doch nicht bzw. so weltrekordverdächtig sind meine Leistungen noch nicht) stecke ich die Nase in die Armbeuge, oder was auch immer sich gerade anbietet, um den Jauchegeruch zu mildern.
Das nehme ich aber alles in Kauf.
Aber jetzt das!
Ok, Weihnachten, das kann ich ja noch verstehen, da ist viel los, Pakete und so, da wurde dann schonmal das eine oder andere Paket umgeleitet: in die Filiale! Du warst voll mit fremden Paketen von anderen Leuten!
Ich muß also wieder bis zum Wochenende warten und darf mich dann in lange Warteschlangen einreihen. Gebongt. Weihnachten. Ist schon ok.
Aber heute, heute ist es wieder passiert und ehrlich, liebe Packstation, ich habe dafür keinerlei Verständnis!
Ein anderer Transportdienstleister bietet z.B: die Option, daß die Sendung dann an eine andere Adresse zugestellt werden kann. Klappt auch. Habe ich schon durch. Und war direkt am nächsten Tag bei mir im Büro. Aber Packstation: yok. Nichts. Keine Antwortmöglichkeit, keine Umleitung, nix. Gehstu Filiale oder nix Paket.
Nee, nee, liebe Packstation, so wird das nichts mit uns beiden! Wenn das nochmal vorkommt, laß ich mich scheiden!
Hochachtungsvoll, M.
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